Camping an Bord

Die letzten zwei Tag vor unserer voraussichtlichen Abfahrt gestalteten sich ein wenig anders als ursprünglich geplant.
Nachdem wir uns am Mittwochabend nur schnell eine Take Away-Pizza geteilt hatten und früh schlafen gingen, waren wir gestern früh fit und sind guter Dinge ins Reisebüro, um die Fährentickets nach Italien zu kaufen. Da bei uns aber fast nix reibungslos verläuft, erfahren wir dort, dass die nächste mögliche Fähre (mit Platz für einen Camper bzw. der Option Camping an Bord) erst am 9.9. ablegt. Okay, kein Problem, dann haben wir halt noch eine Woche für die Erkundung des griechischen Festlands. Dummerweise lässt sich diese Fähre allerdings nicht über den Computer buchen. Wir würden angerufen, wenn Sie telefonisch jemanden erreicht und die Tickets für uns gebucht habe.
Wir gehen also am besten erstmal schön frühstücken und harren der weiteren Schritte. Dort angekommen stürzt sich der Hund der Inhaberin auf Nino, der aufschreit. Das Frühstück ist also entspannt, da Nino und Alfons brav unter dem Tisch bleiben und sich lieber nicht mehr wegrühren wollen. Entspannt bleibt es auch am Nachmittag. Ein Anruf kam bisher noch nicht; das Reisebüro hat gerade Mittagszeit. Wir wollen eine Runde ausspannen und setzen uns zum Lesen und mit Fietje spielen ins Womo, durch das ein kühles Lüftchen weht.
Als um 18 Uhr immer noch kein Anruf erfolgt ist, begeben wir uns erneut zum Reisebüro. Die Fähre ist immer noch nicht im System zu finden, und wir werden nun auf Freitagvormittag vertröstet. Dumm nur, dass wir dann schon zu unserer Fähre in Richtung Athen unterwegs sein müssen. Man empfiehlt uns daher, dort, im Hafen von Karlóvasi die Tickets zu kaufen. Gesagt, nicht getan…
Wir brechen zunächst einmal zu dem kleinen Örtchen Agios Konstantinos auf, wo wir die Nacht direkt am Strand verbringen können. Der Wind peitscht, die Wellen sorgen für eine schöne Geräuschkulisse im Womo. Herrlich! Diesen Standort hätten wir schon mal eher entdecken sollen! Wir genießen unseren letzten Abend vor Ort, essen noch eine Kleinigkeit im Hafen und gehen zeitig schlafen. Heute Morgen dann noch schnell ein Toast und einen Kaffee, den Fietje beinahe vom Tisch gewischt hätte, und auf geht es in Richtung Karlóvasi.
Dummerweise sagt man uns hier am Ticketschalter allerdings, dass es in nächster Zeit gar keine Fähre geben wird, die Platz für unseren Camper hat. Wir könnten höchstens probieren, direkt in Athen nachzufragen, ob ggf. jemand abgesagt hat oder anderweitig ein Platz für uns frei geworden ist. Das Büro wird jedoch geschlossen sein, wenn wir Athen heute Nacht erreichen. Man schlägt daher vor, im Camper am Hafen zu schlafen, bis das Büro um 8 Uhr öffnet. Gut, dass wir uns noch einmal persönlich nach den Öffnungszeiten erkundigen – samstags geschlossen! Da hätten wir umsonst eine schlaflose Nacht gehabt…
Also, doch wieder durch Albanien/Montenegro/Kroatien?
Nun aber erst einmal schnell auf die Fähre nach Athen! Aber was war das für ein Geräusch? Huch, die Lichter unseres Trägers liegen plötzlich auf der Straße – und wir müssen in 5 Minuten an der Fähre sein… Also schnell die Lichtleiste provisorisch festmachen und ab zur Fährenauffahrt. In der Warteschlange bleibt ausreichend Zeit, die Lichter wieder anzubringen. Es funktioniert, und wir fahren mit intakter Elektronik auf die Fähre – spätestens an dieser Auffahrt wären wir wahrscheinlich hängengeblieben, hätte Papa die Lichter gerade nicht hochgesetzt. Also alles eine Frage des Timings😉.
Fast 9 Stunden später nach viel Wind und teilweise heftigem Wellengang erreichen wir den Hafen von Athen. Ich brauche nun erstmal Urlaub! 😄

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