Die Nacht nicht vor dem Morgen loben

Nach soviel Klagen im letzten Post nun etwas ganz Erfreuliches…

Wir haben das Beste aus der Situation gemacht und sind nach der etwas unruhigen Nacht am  Strand von Peniche (Baleal) am nächsten Morgen in eines der vielen Cafés mit Meerblick eingekehrt und haben das verfügbare WLAN genutzt, um Euch u.a. mit all den tollen Fotos von Porto und Viana do Castello zu versorgen.

Nach einem ausgedehnten Frühstück war es dann an der Zeit weiterzuziehen. Als Fietje in den Mittagsschlaf verfiel, fuhren wir ein paar Kilometer weiter und stoppten kurz vor Ribamar in Consolacao…

Hier fanden wir gleich mehrere Parkplätze direkt am Strand und hatten die Qual der Wahl. Letztlich fanden wir einen schönen Platz mit Aussicht direkt auf den Strand sowie ein altes Fort. Und weit und breit war niemand zu sehen. Die Hunde tobten sich ordentlich am Strand aus, und auch Fietje nahm eine neue Sandkostprobe.

Am Abend kehrten wir in das einzige Bistro (Clube da Praia) vor Ort ein und freuten uns über das Deutschlandspiel, das dort im Hintergrund auf dem Flatscreen lief (wie wir später erfuhren, war es nur eine Wiederholung des Spiels vom Vortag).

Die folgende Nacht sollte weitaus ruhiger verlaufen als noch die Nacht zuvor. Gut erholt erwachten wir am Freitag, kochten Kaffee und genossen einen Spaziergang mit den Hunden am Strand. Hier bleiben oder doch näher an Lissabon heranfahren? Wir hatten erneut die Qual der Wahl und entschieden am Ende, die kommende Nacht an einem Strand nahe Lissabon zu verbringen – und es war die beste Entscheidung seit langem. Hier ist es großartig!

Als wir Lissabon passierten, ging mir das Herz auf. Schließlich ging es über meine heiß geliebte Brücke, vorbei am Christo Rei zur Costa da Caparica. Ich hatte schon so viele Bilder von dieser Küste gesehen, aber keines konnte annähernd das herüberbringen, was wir empfanden, als wir auf diesen riesigen Strand schauten. Ein über 10 km langer, ewig breiter feinster Sandstrand. Gigantisch und wunderschön!

Der erste Parkplatz, den wir ausgewählt hatten, erschien uns nach kürzester Zeit nicht ganz koscher, nachdem immer mehr Autos parkten, in denen einzelne ältere Männer saßen. Wir wechselten somit die Location und fanden einen Platz, auf dem wir seitdem zwei Bullis Gesellschaft leisten. Heute erfuhren wir, dass der Parkplatz, auf dem wir gestern zuerst Halt gemacht hatten, an den Strandabschnitt für Homosexuelle grenzt. Das erklärt die vielen allein stehenden Herren in den Autos ;).

Den heutigen Tag verbrachten wir überwiegend am Strand, Papa mit Brett im Wasser, die Hunde, Fietje und ich an Land. Wir erkundeten die nähere Umgebung. Ich schoss unzählige Bilder. Und am späten Nachmittag kehrten wir zu Kaffee und Natas in ein Café (mit grandiosem Blick ein. Ein absolut gelungener Tag!

Eingeschlafen wird heute wieder mit dem Rauschen der Wellen im Hintergrund. Herrlich!

Zu früh gefreut; der Wind hat gedreht. Das bedeutet, dass die Flieger nach Lissabon nun über unser Womo fliegen. Und es ist so laut, dass man meinen könnte, die Fluggestellnummer lesen zu können, sofern man aus dem Dachfenster schauen würde.
Egal, der Platz ist toll, und wir lieben es mit Blick auf die Dünen den morgendlichen Kaffee zu kochen und dann mit den Hunden und Fietje am riesigen Strand tollen zu können. Daher wollen wir uns so schnell gar nicht trennen und bleiben wohl vorerst hier…

Auch Euch eine gute Nacht und einen wunderschönen Sonntag! <3

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