Ein langer Weg bis good old Germany

Es war nicht ganz einfach, zurück nach Deutschland zu kommen – zumindest für Fietje und mich.

Sonntagnachmittag – nachdem wir Papas Geburtstag mit einem sonnigen Frühstück auf der Terrasse und einem köstlichen Mittagessen am Tejo gefeiert haben, setzt uns Papa pünktlich um 16.30 Uhr am Flughafen in Lissabon ab und hilft uns bei der Gepäckaufgabe. Eine kurze, möglichst schmerzlose Verabschiedung an der Sicherheitskontrolle, und eine Stunde später hätten wir beiden schon im Flieger sitzen sollen, während Papa das Womo durch Portugal kutschiert. Von wegen! Am Ende verlässt Papa das Land sogar früher verlassen als Fietje und ich…

Zunächst heißt es, das Boarding verschiebe sich um eine halbe Stunde, schließlich um eine Stunde. Dann dürfen die Familien mit Kindern schon einmal in den Transferbus zum Flieger einsteigen, aus dem wir – nach geraumer Wartezeit auf die weiteren Passagiere – schließlich wieder aussteigen müssen. Man teilt uns mit, die Maschine könne momentan nicht starten. Einige sprechen von einer Überbuchung. Am Ende sollen sich Freiwillige melden, die bereit seien, noch eine Nacht in Lissabon zu verbringen. Es meldet sich jedoch fast niemand. Fietje ist glücklicherweise gut gelaunt und lässt sich von mir und den netten Menschen um uns herum bespaßen. Vielen Dank an all die freundlichen Helfer an diesem Abend!

Letztendlich geht es 2,5 Stunden nach ursprünglich geplantem Abflug in die Luft – mit einem schlafenden Fietje in einer fast halbleeren Maschine, da 30 Passagiere nicht mitfliegen durften. Papa befindet sich zu diesem Zeitpunkt nur noch wenige Kilometer von der spanischen Grenze entfernt. Der Grund für die vielen freien Sitze neben uns ist die plötzliche Erkrankung einer Flugbegleiterin. Sind nur 3 Flugbegleiter an Bord, darf die Maschine nicht vollbeladen starten. Somit mussten 30 Passagiere ausgeladen werden… Platz für uns, Verärgerung bei den Passagieren, die am Boden bleiben mussten.

Aufgrund der Verspätung kann der Flieger schließlich nicht mehr in Düsseldorf landen, sondern muss aufgrund des Nachtflugverbots weiter nach Köln fliegen. Pünktlich zur Landung erwacht unser kleiner Matrose und schaut verdutzt um sich. Die anderen Passagiere scherzen, dass sie sich in seinem Schlafzimmer befinden etc. Die Stimmung ist schlagartig gut. Alle lachen und sind froh, endlich angekommen zu sein. Danke auch an die 3 supernetten Flugbegleiter. Es herrscht selten eine solch positive Atmosphäre in einem Flugzeug. Danke eurowings.

Zum Glück werden Fietje und ich in Köln abgeholt, sonst hätten wir den bereitgestellten Bus nach Düsseldorf nehmen müssen und wären statt um 1.30 Uhr erst um 2.30 Uhr angekommen. Am Endziel, sprich im Bett, sind wir schließlich um 3 Uhr. Fietje schläft erneut tief und fest und lässt sich wie im Koma den Schlafanzug überziehen. Wir schlafen seit langer Zeit mal wieder länger, sprich bis 10 Uhr – der Zeitpunkt, zu dem die gesamte Familie zum Frühstück zusammenkommt.

Fietje wird geknuddelt und bespaßt und das Frühstück schließlich bis in den Nachmittag ausgedehnt. Bei dem Waschküchenwetter vor den Fenstern kann man ohnehin nicht viel Anderes machen. Ein kurzer Spaziergang am Nachmittag reicht aus, um kurzzeitig Frischluft zu schnappen, sodass die Babys selig im Tagebuch bzw. Kinderwagen schlummern und die Eindrücke des Vormittags verarbeiten können. Das Pizzaessen am Abend rundet diesen schönen Tag ab – und nur wenige Stunden später – genau genommen 36,5 Stunden nach unserer Trennung in Lissabon –  befindet sich Papa auch schon wieder in deutschen Gefilden :).

Doch dazu in den nächsten Tagen mehr. Dann berichten wir ebenfalls von unserer großartigen Herberge hier in unserer Wahlheimatstadt Hamburg :).

Nun erst einmal eine gute Nacht Euch allen und einen schönen Donnerstag! <3

 

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