Gewitter im Surfer Paradies

Sonntag, kurz vor 10 im (ehemaligen) Hippiedorf und Surferparadies Byron Bay. Draußen sind schwüle 32 Grad. Uns bleiben noch etwa 3 Stunden, bis das nächste Gewitter über uns hereinbrechen soll. Gestern Nachmittag hier angekommen, wurden wir bereits von grauen Wolken, durchzogen von weißen Blitzen, empfangen sowie vom ersten (überfüllten) Zeltplatz abgewiesen. Trotzdem ließen wir es uns nicht nehmen, einen kurzen Ausflug an den endlos wirkenden Strand zu unternehmen, bevor wir zum megaleckeren (veganen) Abendessen auf unserem derzeitigen Campingplatz kurz hinter Byron Bay übergingen. Nun warten wir darauf, dass Fietje seinen Vormittagsschlaf beendet und wir uns ins Stadtzentrum bzw. an den Strand begeben können, bevor die nächsten dunklen Wolken am Himmel aufziehen.

Der erste Eindruck war gestern recht abschreckend. Beim Durchfahren wirkte der Ort wie ein einziger Konsumtempel. Die üblichen Surfer-Brands zieren das Stadtbild. Vom viel gepriesenen Hippiedorf hatten wir eine völlig andere Vorstellung. Der Duft von Räucherstäbchen und anderen Substanzen blieb aus. Vielleicht finden wir ja heute andere nette Ecken abseits der Haupteinkaufsstraßen…

Brisbane hat uns gezeigt, dass ein zweiter oder auch dritter Blick durchaus lohnenswert sein kann. Was am ersten Tag auf uns wie eine Miniaturausgabe Londons gepaart mit amerikanischem Lifestyle wirkte, enthüllte am nächsten Tag eine weitere Facette. Nachdem wir unseren morgendlichen Kaffeestopp nach Bulimba verlegten, das nicht viel anders wirkte als Teneriffe (ähnlich der Hamburger Hafencity), fuhren wir weiter nach Southbank, von wo aus wir nach West End liefen und zum skandinavischen Mittagessen einkehrten. Willkommen in unserem Stadtteil 😃. Eine Mischung aus HH-Altona, Sternschanze und Londons Camden Market. Viele nette, entspannte Leute, u.a. jede Menge eingewanderte Europäer und Backpacker. Endlich wieder ein wenig Normalität ohne viel Chichi!

So kam es auch, dass wir am Ende des Tages recht spät zurück zum Parkplatz am anderen Ende der Stadt kamen. Doch… unser Camper Van springt nicht an! Papa hatte anscheinend (erneut) das Licht angelassen, sodass sich die Batterie komplett entleert hat 😏. Zu unserem Glück, als hätten wir es geahnt, ist der Parkplatz künftiges Bauland und somit das Campen bzw. Übernachten dort (noch) nicht verboten. Eine gratis Nacht am Brisbane River auf dem Großparkplatz erwartet uns…

Am nächsten Morgen gönnen wir uns noch ein ausgiebiges Frühstück an der Uferpromenade, bevor wir die Womovermietung informieren. Eine knappe Stunde später schnurrt unser Motor wieder wie ein Kätzchen und wir können – vorbei an etlichen Vergnügungsparks, McDonalds, 7Eleven & Co. – Byron Bay ansteuern. Nun, da wir hier sind, stürzen wir uns mal ins Getümmel, bevor das Gewitter über uns hereinbricht…

Euch einen wunderbaren 2. Advent 💫🕯🕯

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