Jetlag

Freitag, 0 Uhr. Fietje schläft an diesem Tag zum gefühlt 25.Mal ein. Der Jetlag hat ihn heimgesucht, gepaart mit dem Schlafmangel der vergangenen Tage.
Es ist unser 2.Tag in Australien. Obwohl der Beginn unserer Reise etwas holprig verlief, sind wir absolut happy hier zu sein und vollkommen hin und weg von der Freundlichkeit und Warmherzigkeit der Menschen.
Gestern Morgen in Sydney gelandet, fehlte von unserem Koffer jede Spur. Somit verbrachten wir viel Zeit am Baggage Service Counter und erreichten noch gerade pünktlich zum Boarding unseren Flieger nach Cairns, nachdem bei dem mittlerweile 4. Security Check eine Nagelschere in unserem Handgepäck entdeckt worden war…. Jede Menge Aufregung am frühen Morgen, doch wir – insbesondere Fietje – nahmen es gelassen. Unser kleiner Weltenbummler hatte bereits ordentlich Lob und Begeisterung auf dem Flug hierher geerntet. Nachdem er die Strecke nach Dubai fast komplett verschlafen hatte, hielt er uns auf dem knapp 14 Stunden Weiterflug auf Trab. Schlafen gehörte – trotz des tollen Babybetts an Bord – diesmal nicht zu seiner Lieblingsbeschäftigung. Viel lieber brabbelte Fietje vor sich hin, nutzte die Löffel (Emirates verzichtet auf Plastikbesteck 😉) bei jeder Mahlzeit zum Musizieren und unterhielt die Mitreisenden mit vielen Aktivitäten – außer Schreien. Schnell hatte er die australischen Sitznachbarinnen in seinen Bann gezogen, die ihm u.a. ihre leeren Menüschälchen zur musikalischen Unterstützung darboten. Am Ende des Flugs beichteten sie uns sogar noch, dass sie zunächst gar nicht begeistert gewesen seien, als sie sahen, dass ein Baby die Sitzreihe mit ihnen teilen würde, da sie auf dem Hinflug sehr negative Erfahrungen mit vier durchweg schreienden Babys gemacht hätten. Dann aber kam unser megaentspannter Fietje, der mit seinem schelmischen Lächeln all seinen Charme hatte spielen lassen – augenscheinlich mit großem Erfolg.
Am frühen Nachmittag erreichten wir schließlich den Camper-Verleih. Wir bekamen alles in Ruhe erklärt, bis man uns zu unserem Womo führte. Dann kam der Schock. Es gibt keinerlei Kofferraum oder anderweitige Staumöglichkeiten, insbesondere wichtig für Papas Surfbrett. Dieses muss daher nun während der Fahrt auf unserem Bett und in der Nacht in der Fahrerkabine gelagert werden. Viel Räumerei in diesem für uns völlig ungewohnt kleinen Camper. Wir sind wohl wirklich verwöhnt von unserem geräumigen Womo daheim. Anstatt zu resignieren, legten wir jede Menge Kreativität an den Tag, die Dinge des alltäglichen Lebens irgendwie unterzubringen. Man kann es daher wohl auch als einen Wink des Schicksals ansehen, dass der große Koffer (noch) nicht mitgekommen ist. Das hätte die Logistik wahrscheinlich völlig außer Gefecht gesetzt. Nun ist aber alles soweit vorbereitet, dass wir den Kofferinhalt bestmöglich verstaut bekommen sollten. Fehlt nur noch die Ankunft des Koffers…
Laut einer Mail von heute Morgen befindet er sich immerhin schon in Sydney. In einer weiteren Mail Stunden später wurden wir hingegen aufgefordert, den Inhalt des Koffers minutiös aufzulisten. Mmh…
Auf jeden Fall mussten bereits erste wichtige Anschaffungen getätigt werden, da wir hier schlecht auf Sonnencreme verzichten können, und auch die Herbststiefel bei 33 Grad im Schatten dringend gegen FlipFlops getauscht werden mussten.
Einen überwältigend schönen Strand haben wir dabei auch schon entdeckt, sowie diesen tollen Campingplatz umgeben von Urwald, auf dem wir die heutige Nacht verbringen werden. Dazu aber in den nächsten Tagen mehr.
Nun erst einmal eine gute Nacht Euch allen und ein wunderbares Wochenende ❤️

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