Speiübel

Wir haben uns schweren Herzens von der Costa da Caparica getrennt, um auf die andere Küstenseite zu fahren. Seit gestern Abend sind wir nun auf einem sehr schönen Zeltplatz in der Nähe von Cascais (Quincho) untergekommen. Es ist so gemütlich hier (inmitten von Pinienbäumen, in direkter Strandnähe), dass wir es heute Morgen erst einmal ganz langsam haben angehen lassen.

Um 14 Uhr geht es schließlich aber dann doch los in Richtung Cascais. Wir schlendern durch die Gassen, am Hafen vorbei, bestaunen ein Sandkunstwerk (siehe Titelbild) und die schönen Häuschen und gehen schließlich zu dem süßen Kaffeepavillon, an dem ich die letzten Jahre so gern auf einer der Steinbänke gesessen und auf den Strand geschaut habe. Doch was ist das? Plötzlich stehen unzählige Tische an diesem Pavillon, an ihnen sitzen viele Menschen. Eine afrikanische Band spielt. Wir bleiben am Rand, setzen uns auf eine kleine Mauer. Ich besorge uns die wahrscheinlich zwei teuersten Espressi Portugals (3€ zusammen) und wir drei lauschen der Musik. Fietje wirkt total beseelt. Er schaut zur Band und lauscht. Der Sänger entdeckt ihn und tanzt auf ihn zu, macht Faxen. Fietje verzieht keine Miene. Nun gut, das Lächeln Fremden gegenüber üben wir momentan noch. Doch plötzlich passiert es. Der Sänger wendet sich – zum Glück – anderen Gästen zu, und aus Fietje ergießt sich das Mittagessen… Es nimmt fast kein Ende. Er ist ganz bleich. Somit erübrigt sich unsere Überlegung, ob der Spuk gleich vorbei ist und Wechselklamotten wohl ausreichen. Wir gehen geschwind zum nächsten Taxistand und fahren zurück zum Campingplatz. Im Gegensatz zum Taxi in Nizza (6,5 km für 60€) kosten die 6 km im Nizza von Portugal nur 6,35€ :).

Zwei Stunden später ist Fietje wieder wohlauf. Die vornehme Blässe ist verschwunden. Er lacht lautstark durchs Womo. Sehr gut! Wenn wir auch nicht wirklich viel von Cascais und Estoril gesehen haben, können wir immerhin morgen, wie geplant, nach Lissabon weiterfahren, denn dort erwartet uns (Trommelwirbel!) eine AirBnB-Wohnung mit kleiner Terrasse :). Nachdem wir in Portugal bisher so wenig Geld für Essen und Stellplätze ausgegeben bzw. durch Kochen und Nächtigen am Strand so viel eingespart haben, haben wir uns gedacht, können wir uns für die letzten Tage ein kleines Apartment leisten. Das wird toll, mitten in Gracia! 🙂

Nun wünschen wir Euch (und uns) eine geruhsame Nacht und senden liebe Grüße <3

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